Ubuntu “light” Thema

9. März 2010

Das neue Ubuntu Theme “Light” ist mittlerweile als Update für Lucid verfügbar. Wer schon mit Karmic einen Blick riskieren möchte, sollte die folgenden beiden Pakete herunterladen und installieren:

http://packages.ubuntu.com/de/lucid/light-themes

http://packages.ubuntu.com/de/lucid/ubuntu-mono

Danach ist das neue Thema verfügbar. Ich kann natürlich nicht gewährleisten, dass ihr damit nicht versehentlich euren Rechner schrottet :) .

** Eilmeldung **

7. März 2010

Enttarnt: FDP unterwandert SPD.

Gesundheit!

5. März 2010

Microsoft möchte die Allgemeinheit für die Virenbekämpfung zur Kasse bitten. Ein virenverseuchter PC sei – wie bei einer richtigen Krankheit auch – nicht nur ein Problem des Betroffenen, sondern auch für seine Umwelt.

Über den Vergleich aus dem Gesundheitswesen muss man sich eigentlich nicht weiter unterhalten, allerdings hat diese Parallele interessante Implikationen, die Scott Charney (Sicherheitschef bei Microsoft) unterschlägt: In der Biologie nämlich ist Vielfalt das Mittel der Wahl gegen Viren und Seuchen. Bei angepeilten 95% Verbreitung von Windows 7 bis 2013 kann davon natürlich keine Rede sein. Ein bunter Betriebsystem-Mix könnte die Kosten für die Allgemeinheit Microsoft also deutlich senken.

Aber irgendwie habe ich nicht den Eindruck, dass diese Möglichkeit ernsthaft in Erwägung gezogen werden wird ;) .

Typischer Fall von “Gewinne einstecken” und “Kosten verallgemeinern”, oder?

Kosten, Kosten, Kosten – Das Verfassungsgericht ist schuld

4. März 2010

In der heutigen Süddeutschen schreibt Johannes Boie über das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Vorratsdatenspeicherung (VDS). O-Ton: “Das Urteil [...] wird für die Telekommunikationsfirmen teuer”. Das ist allerdings nicht ein Nebenaspekt des Artikels – es ist der Hauptinhalt.

So schreibt Boie, dass allein die Telekom in diesen Tagen 19 Terabyte  an Daten löschen müsse. Extra für die VDS habe sich die Telekom an einem “geheimen Ort” einen großen Zentralserver aufgebaut, der nun erstmal nutzlos herum stehe und für die hohen Anforderungen des Verfassungsgerichtes (Verschlüsselung, Revisionen) vermutlich nicht ausreichend sei: “Denn das Bundesverfassungsgericht hat in seinem Urteil die Anforderungen [...] extrem hoch definiert. [...] Das kostet Geld, weil man spezielles Know-how und besondere Software benötigt.” Nicht nur die Anforderungen sind dabei “extrem” – das Urteil als Ganzes soll sogar radikal sein: “Bei den Telekommunikationsfirmen herrscht neben Verwunderung über die Radikalität des Urteils auch Verunsicherung und Wut.”

Hier fragt man sich schon, was das für eine merkwürdige Herangehensweise an ein derart sensibles Thema ist: Natürlich sind die Kosten hoch. Anders als der Artikel glauben macht, ist dies aber nicht primär dem Urteil des Verfassungsgerichtes geschuldet; es liegt in der Sache selbst: Wer (fast) alle Kommunikationseinrichtungen aller Bürger auf Vorrat speichern will, braucht dafür einen Haufen Infrastruktur. Das die Speicherung derartiger Daten auf höchstem technischen Niveau erfolgen sollte, ist dabei eine Selbstverständlichkeit und sicher kein Zeichen von “Radikalität”. Auch der Umstand, dass in “künftigen Gesetzen wohl auch verlangt werden wird, sämtliche Technik jederzeit auf dem technisch aktuellsten Stand” zu halten, dürfte fachkundigeren Beobachtern wohl eher notwendig oder gar selbstverständlich erscheinen.

Boie stellt mit diesen und anderen Selbstverständlichkeiten das Urteil des Verfassungsgerichtes als ein Kostenmonster dar. Dabei sollte man die Kosten wohl weniger den Verfassungsrichtern anlasten, als den Befürwortern dieses unsäglichen Kontrollinstruments. Nicht der Urteilsspruch, sondern die VDS ist ein Kostenungetüm! Boie zeigt, worum es bei der Debatte eigentlich geht: Natürlich könnte man auf die Vorratsdatenspeicherung verzichten, wenn man entsprechend mehr Geld an anderen Stellen investiert. Etwa bei der Polizei, für zusätzliche Beamte. Gerade das wollte man ja vermeiden: Darum ist man ja überhaupt erst auf die Idee gekommen, private(!) Internetanbieter zu Hilfssheriffs zu machen und sie munter, verfassungswidrig und auf Vorrat Daten sammeln zu lassen, um damit (in den frühen Versionen) 08/15 Delikte aufklären zu können. Wenn an diese Datensammlung nun hohe Anforderungen gestellt werden und die Daten nur noch bei schweren Strafdaten genutzt werden dürfen, dann ist die ganze Sparmaßnahme namens “Vorratsdatenspeicherung” doch hinfällig!

So. Und jetzt haben wir noch nicht darüber gesprochen, wie krank es eigentlich ist, dass eine Gesellschaft kein Problem damit hat, wenn protokolliert wird, wer wann mit wem wie lange gesprochen hat (Mail, Telefon, SMS). Nein! Sie sieht es sogar als notwendig an. Gut, die letzten 10.000 Jahre haben wir sowas nicht benötigt, aber dieses Internet, da ist ja alles ganz anders und so “rechtsfrei”. Dass ich in der Realität Beleidigungen und sogar Gewaltübergriffe mittlerweile vermutlich sehr viel schlechter aufklären kann, interessiert dabei niemanden. Das Schlagwort “rechtsfreier Raum” macht es möglich. Dabei ist vielleicht die Sicherheitspolitik ein “rechtsfreier Raum”, über den man sich Gedanken machen sollte. Hier scheint ja zur Zeit alles möglich zu sein (VDS, Internetsperren, Abschießen von Flugzeugen…).

Wie bekomme ich eine Einladung zu Hart aber Fair?

2. März 2010

Ich denke, diese Aktion könnte dazu der richtige Ansatz sein. Sie erfüllt alle HaF-Anforderungen:

  • Einzelfall, der zur Generalisierung einlädt.
  • Eigentlich natürlich völlig nichtssagend.
  • Lässt sich leicht in einen zynischen Bericht ummünzen.
  • Repräsentant einer vieldiskutierten Gruppe (hotellose FDP-Erstwähler).

Ich habe direkt vor Augen, wie man einen hohen FDP-Repräsentanten auf “seinen Wähler” treffen lässt: “Herr/Frau XYZ: Wollen sie sich auch bei ihrem Wähler entschuldigen?”

Super!

Sarrazin informiert

1. März 2010

Auch ohne Geld kann man glücklich sein! Dieser ganze Wohlstand lenkt doch von den wirklich wichtigen Dingen im Leben nur ab. Eigentlich sollte man vielleicht sogar dankbar sein, wenn man nichts hat. Dann wird man wenigstens nicht zum Warmduscher. Kann sich ja auch keiner mehr leisten, so eine warme Dusche:

Sarrazin äußerte sich auch zur derzeitigen Hartz-IV-Debatte. Er verteidigte die geltenden Sätze und nannte sie ausreichend. Letztlich sei es keine Geldfrage, sondern eine Frage der Mentalität, des Wollens und der Einstellung. “Wo diese fehlt, hilft auch kein Geld, und wo diese da ist, ist das Geld gar nicht so wichtig.”

Als Sparmöglichkeit nannte Sarrazin das Duschen: “Kalt duschen ist doch eh viel gesünder. Ein Warmduscher ist noch nie weit gekommen im Leben.” via sz.de

Wir halten fest:

  • Hartz IV ist völlig ausreichend.
  • Außerdem zählt sowieso die Mentalität und nicht das Geld.
  • Und: Man kann ja auch kalt duschen.
  • Warmduscher a.k.a. Weicheier sind doof.

Wir danken Herrn Sarrazin für diese Erörterungen.

(Notiz an mich selbst: Weniger zynisch in Zukunft!)

Ohne Worte

1. März 2010

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,680825,00.html

http://www.stefan-niggemeier.de/blog/tag/bunte/

Arnulf an Anne: Alles Anschauungen

1. März 2010

Arnulf Baring stellte bei Anne Will gestern fest: Das Problem unserer Gesellschaft besteht darin, dass die Politik Wunschdenken und Realität nicht mehr voneinander unterscheiden könne.
Alle deutschen Regime, führte er weiter aus, seien in dieser Hinsicht an der Realität gescheitert. Man müsse – so schloss er – sich wieder der Realität zuwenden und so die anstehenden Probleme sachlich angehen.

Ich halte das für einen “Ich habe eine super Idee – ach ne, doch nicht”-Vorschlag. So hat die FDP doch über Jahre so getan, als sei ihr Wirtschaftsliberalismus “ideologiefrei” und das non plus ultra in Sachen Wirtschaftsordnung. Das auch die FDP damit nur einer Ideologie anhängt, haben Auswüchse wie die Wirtschaftskrise oder die Äußerungen Westerwelles in jüngster Zeit wohl hinlänglich bewiesen.
Darüber hinaus halte ich es aber für problematisch, die großen, teilweise zerstörerischen, Ideologien der “deutschen Regime” mit den positiven Ideen, Idealen und vielleicht auch Utopien der Menschen und Politiker gleichzusetzen. Natürlich orientiert sich Politik auch immer an dem, was wünschenswert ist. Nur so können wir überhaupt bestimmen, wohin der Weg gehen soll. Ohne dies würde die Politik zu einer unmenschlichen Bürokratie-Maschinerie, die einzig darauf abzielte, den status quo zu verwalten. Faktisch würde die Forderung nach absoluter “Neutralität” und “sachbezogenem Handel” die Gesellschaft zu einem Teil einer großen mathematischen Formel machen: Einnahmen auf der einen Seite, Ausgaben auf der anderen. Stimmt die Gleichung nicht, muss bei den Ausgaben gekürzt werden. Kann man die Einnahmen hier und dort erhöhen, wird entsprechend die Einnahmeseite der Formel angepasst.

Und das, wo doch heute schon Politik von Zahlendrehern und Juristen im Hintergrund gemacht wird. Also eben nicht von Menschen mit Visionen, Perspektiven und Hoffnungen, sondern mit Menschen, die ein Handwerk ausüben: BWL, VWL, Jura. Schon heute lernt doch die vermeintliche “Elite” nichts anderes, als den Staats zu verwalten, Ein- und Ausgaben zu bemessen und der “inneren Logik des Systems” entsprechend zu handeln. Das ist natürlich in der Konsequenz nichts anderes als Wirtschaftsliberalismus: Die feste Überzeugung, dass allein das Fördern, Hegen und Pflegen der Wirtschaft zu “Wohlstand für alle” führe und in der Wirtschaft der Schlüssel zu (fast) allen anderen Problemen der Gesellschaft liege, ist nunmal ein wirtschaftsliberaler: Nicht umsonst hat die FDP sich 2002 das Image der “Spaßpartei” verpasst: Wenn wir die Wirtschaft nur lassen, so der Tenor damals, lösen sich alle anderen Probleme von selbst.

Natürlich kann es nicht darum gehen, Politik an der Realität vorbei zu gestalten. Aber neben der Analyse dessen, was (machbar) ist, muss sie auch immer im Auge behalten, was wünschenswert ist. Und diese Ziele muss man versuchen, langfristig umzusetzen, wenn es möglich erscheint. Atomausstieg, Mindestlöhne, Grundeinkommen und viele derartige Forderungen könnten einmal ein gutes Beispiel dafür werden. Was wir aber sicher nicht brauchen, sind mehr ideenlose Menschen, die meinen, ihr Wissen aus dem “Verwaltungsbereich” sei alles, was man benötigt, um zu gestalten.

Munin Uptime Plugin

27. Februar 2010

Dieses Plugin erweitert Munin (ein Monitoring-Tool für Rechnernetzwerke) um einen Graphen für die Laufzeit der beobachteten Rechner. Erfasst wird jeweils die Laufzeit in Stunden (leicht abzuändern in Tage) und die Leerlaufzeit So kann man schön beobachten, wie lange ein Rechner jeweils läuft und wie viel Zeit davon er sich im Leerlauf befindet.

Derartige Plugins gibt es sicher schon für Munin – aber ich fand es doch reitzvoll, eine eigene Variante einzusetzen.

Viel Spaß damit!

#!/bin/bash
 
if [ "$1" = "config" ]; then
        echo 'graph_title Uptime'
        echo 'graph_args --base 1000 -l 0'
        echo 'graph_vlabel hours'
        echo 'graph_scale no'
        echo 'graph_category system'
        echo 'graph_info How long is your system running?'
        echo 'uptime.label uptime'
        echo 'uptime.info Your PCs uptime'
        echo 'uptime.draw AREA'
        echo 'idle.label idle'
        echo 'idle.info Your PCs idle time'
        echo 'idle.draw AREA'
        exit 0
fi
 
t=$(cut -d " " -f 1 /proc/uptime|cut -d . -f 1)
i=$(cut -d " " -f 2 /proc/uptime|cut -d . -f 1)
 
uptime=$(($t/60/60))
idle=$(($i/60/60))
 
 
echo "uptime.value " $uptime
echo "idle.value " $idle

Obiger Code sollte als ausführbare Datei in dem Verzeichnis “/etc/munin/plugins/” abgelegt werden. Also etwa “/etc/munin/plugins/uptime”.

Wiki Artikel des Tages

24. Februar 2010

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